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Endlich Uluru

-YES! Bilder sind da ;)  -

Seit einigen Tagen lebe ich nun in der Halbwüste. Und jetzt ist tatsächlich meine letzte Tour in Australien beendet!

Noch zwei weitere Tage in Alice Springs, bis es dann mit dem Ghan Richtung Adelaide und Melbourne und indirekt nach Hause geht. Aber ich muss wirklich sagen: Das Beste kommt zum Schluss!!

Zuerst sollte ich ja am Freitag mit der Tour beginnen, einen Tag nach meiner Ankunft mit dem Ghan zusammen mit Mike. Da sie aber einiges umbuchen mussten im Büro hat man mich gefragt, ob ich auch am Samstag losfahren könnte und dann wäre ich auch mit Mike zusammen in einer Gruppe gewesen. Da haben wir natürlich nicht nein gesagt und ich war auch recht froh, dass ich den nächsten Tag doch noch ausschlafen konnte, da man im Zug natürlich weniger brillant schläft. Nach einiger Erkundung von Alice hieß es dann am Samstag um 5 Uhr morgens aufstehen und um 6 abgeholt werden, um in Richtung Kings Canyon zu fahren. Auf dem Weg haben wir schon gemerkt, dass unser Guide Cooper ein ziemlich cooler Typ ist. Wir „mussten“ uns im Bus sogar vorstellen, mit einigen Fragen: Natürlich wer wir sind und wo wir herkommen, was wir in Australien machen, welche Musik wir hören, welche Superkraft wir gerne hätten und der erste und letzte Kuss, den wir bekommen haben. Einige waren wirklich sehr lustig und so konnte das Eis schon ein wenig tauen. Wir waren einige Deutsche, 8 von 20.

Nach einigen Stunden im Bus haben wir dann auch endlich den Fuß des Canyons erreicht und dann ging das Wandern los. Jeden Tag haben wir um die 10 km abgeschrubbt, aber jedes einzelne Mal hat es sich wirklich gelohnt. Die Aussicht am Kings Canyon war wirklich fantastisch. Selbst mit meiner Höhenangst ging es eigentlich. Im Canyon gibt es ein Wasserloch, das Garten Eden genannt wird. Einige sind dort Schwimmen gegangen. Es war wirklich schön ruhig und sehr angenehm. Nach dem Aufstieg hatten wir die Pause auch verdient. Zum Abend sind wir dann in ein Bushcamp gefahren, eigentlich nur eine Lichtung inmitten der kleinen Büsche und Bäume. Außer einem Platz zum Feuer machen, war dort schlichtweg nichts. Was aber alles umso abenteuerlicher gemacht hat. Cooper hat Chili con Carne über dem Feuer perfekt zubereitet, sodass wir am Ende sehr zufrieden im „swag“ unter den Sternen einschlafen konnten, nachdem wir noch einige Zeit mit einem Bier am Feuer saßen. Einige Sternschnuppen haben wir auch gesehen! Nachts wird es ziemlich kalt, aber irgendwie überlebt man J Um halb sechs hieß es am nächsten Tag schon wieder aufstehen. Nicht sehr angenehm, aber man hat eben viel vor.

Am zweiten Tag standen Kata Tjuta und Sonnenuntergang am Uluru an. Kata Tjuta ist eine Felsformation ähnlich dem Ayers Rock, sieht aber um einiges lustiger aus:

Dazwischen sind wir geklettert und haben sozusagen unser Leben riskiert :D Nein, das vielleicht nicht, aber es war trotzdem stellenweise ziemlich anstrengend. Aber mit guten Gesprächen zwischen ein paar Deutschen hat war es ganz angenehm. Mit Cooper mussten wir auch immer einige Gruppenfotos machen, hier eins am Ausblickpunkt vom Kata Tjuta.

 

Nachdem wir dort noch einige Zeit verbracht hatten, sind wir endlich Richtung Ayers Rock gefahren. Wir haben dort einen kleinen Weg zurückgelegt, wo uns Cooper einige Geschichten der Ureinwohner, also Aborigines erzählt hat. Sie waren wirklich sehr interessant und vielleicht habe ich irgendwann die Möglichkeit, euch all das auch zu erzählen. Wie der Fels und seine Umgebung entstanden sind und eine Geschichte von zwei Nachbarstämmen. Geht man diese verschiedenen Strecken um dem Ayers Rock ab, sieht man oft Schilder, auf denen steht, dass man keine Fotos machen sollte und doch die heiligen Stätten der Ureinwohner respektieren sollte. Eigentlich konnte man so gesehen den Fels nur von Weitem fotografieren :D Nein, so schlimm ist es nicht unbedingt, aber man merkt wirklich wie heilig er den Aborigines ist. Nachdem wir diesen Spaziergang hinter uns hatten hieß es zum Parkplatz zu fahren und die besten Plätze für den Sonnenuntergang zu sichern. Allerdings hatten wir ein wenig Pech, denn vorm Uluru kam eine Wolkenfront auf, sodass wir nur hinter uns einen schönen Sonnenuntergang genießen konnten. Aber halb so wild, konnte trotzdem ein paar Bilder erhaschen.

Dann ging es ins Camp, wo wir nochmal am Feuer saßen und den Sternenhimmel und unsere Freiheit genießen konnten :) Da wir ja wussten, dass wir wieder so früh rausmüssen am letzten Tag, haben wir uns schon ein wenig früher hingelegt. Und ja, kurz vor halb sechs wurden wir geweckt, um so schnell wie möglich alles einzupacken und wieder loszufahren. Derselbe Platz, ein für mich atemberaubendes Bild:

Nach einem Frühstück bei Sonnenaufgang sind wir dann näher rangefahren, um den Rest des Wegs um den Ayers Rock zu gehen. Ich muss wirklich sagen: Ich habe ihn mir nicht so verkantet und höhlenartig vorgestellt, wie er am Ende war. Man kennt ja sonst nur das Bild von weit weg, wo er so aussieht, als sei an der Außenseite nur ein wenig abgeschliffen worden, aber dass es doch so anders ist, war für mich die größte Überraschung. Zuerst dachte ich sogar, wir sind woanders, aber als Cooper meinte: „Welcome to the rock!“, da mussten wir ja wohl angekommen sein ;)

Als wir wieder abgesetzt worden, meinte Cooper, dass wir am Abend noch in eine Bar kommen sollten, da konnten wir für 10$ essen und nochmal was trinken. Haben wir natürlich nicht Nein gesagt und nochmal darauf angestoßen, dass wir die Wüste überlebt haben :D Meine Gruppe war wirklich ziemlich genial und ich habe einige interessante Persönlichkeiten kennenlernen können, sowie ein ganz besonderes Merkmal von Australien!

Ich bin wirklich überglücklich, dass ich den Ayers Rock sehen konnte und das frühe Aufstehen tagtäglich war es auch wert! Meine beiden letzten Tage in Adelaide werde ich jetzt noch rumbringen, bis es endlich Richtung Süden geht, aber dann natürlich auch in die Kälte. Was soll’s, alles hat irgendwann ein Ende! Ich genieße hier mal noch das schöne Wetter und bräune mich noch etwas, damit ihr mich daheim  wieder beneiden könnt :D

Im Croc – Territory

So, der zweite Artikel folgt sogleich.

Ich bin also mit einem freien Shuttle von meinem Hostel in Cairns zum Flughafen gekommen, um sicher in Darwin anzukommen. Bei der Gepäckausgabe habe ich einen anderen Deutschen kennengelernt, Mike aus Köln.

Und wie es der Zufall natürlich will, Mike nimmt die gleichen Züge, an den gleichen Tagen wie ich bis nach Melbourne. Ist das mega, oder nicht? :)

Morgen gehen wir dann zusammen für den Zug einkaufen, ist ja diesmal nur 1 Tag und keine 2. Aber so haben wir uns wenigstens und können miteinander quatschen, habe also wirklich viel Glück gehabt. In Melbourne selbst kann ich mich mit meinen zwei deutschen Freundinnen aus Margaret River treffen, die wohnen momentan dort. Ist also zu hoffen, dass es nochmal ein schöner Abschied wird.

Aber ich wollte weniger darüber schreiben, als über meinen Trip in den Kakadu Nationalpark und Darwin. Darwin ist nicht erwähnenswert, aber sowas von nicht. Ich hätte ja gedacht, schlimmer als Adelaide kann es nicht mehr kommen, aber da habe ich mich wohl geirrt. Das Northern Territory - so heißt der Staat, in dem ich mich jetzt befinde und dessen Hauptstadt eben Darwin ist – ist schon eine Klasse für sich und erstmal sehr gewöhnungsbedürftig. Darwin erinnert mich stark an Bundaberg, aber weder Melbourne, noch Sydney, noch an die anderen Hauptstädte, die ich bisher besuchen durfte. von daher bin ich recht enttäuscht. Nur die Waterfront mit einer kleinen Bucht zum Baden ist ganz in Ordnung. Ansonsten ist es doch eher bescheiden hier. Aber sobald man aus der Stadt rauskommt und die Umgebung sieht ist alles vergeben!

Obwohl ich nur den Kakadu Nationalpark gesehen habe, bin ich total begeistert. Der angrenzende Litchfield NP soll auch angenehm sein, aber ich hatte mir damals ja vorgenommen, dass ich den Kakadu sehen will, also habe ich das durchgezogen!

Am ersten Tag wurden wir um 7 Uhr abgeholt, das hieß natürlich wieder früh aufstehen, so wie die folgenden Tage auch…aber dazu später mehr. Ich wusste ja schon vorher, dass es nur eine kleine Gruppe sein wird, 9 Backpacker oder Touristen und 1 Guide. Aber schon auf der Hinfahrt zum Park waren wir alle ziemlich vertraut und haben uns super unterhalten. Siggi und ich waren die Jügsten, Siggi kommt aus München und hat letztes Abi gemacht, der erste G8ler. Somit also noch “jung” mit 18 :D . Dann gab es Rose, Lucy und Luke, wobei Rose und Lucy Schwestern aus London waren, aber Lucy ist mit Luke zusammen, der in Melbourne lebt und aufgewachsen ist. Tanja aus Tschechien, Nicola aus Bendigo, Victoria, Australien, Juan aus ursprünglich Argentinien, jetzt hat er Arbeit in Brisbane seit 5 Jahren und Richard aus Tennessee, lebt jetzt in Sydney. Es war wirklich cool, diese Menschen alle kennenzulernen. Gestern waren wir sogar nochmal zum Abschluss alle zusammen essen und haben einige eMail Adressen aufgetauscht :)

Nun aber zum Park an sich. Brad, unser Guide kennt den Park wie seine Westentasche. Was vielleicht ein Vorteil war, denn viele Sehenswürdigkeiten waren noch geschlossen, aufgrund der Wasserstände, denn hier in den Tropen ist die Regenzeit gerade erst zu Ende gegangen. Die berühmten Jim Jim Falls konnte ich also nicht sehen, dafür andere, weniger bekannte, dafür nicht minder spektakuläre Wasserfälle, die auch ziemlich versteckt waren. Habe ich also einen Grund, mal wieder, um nochmal herzukommen ;)

Der erste Tag war weniger von Wandern oder Klettern geprägt, wir sind nur auf einen Aussichtsturm geklettert, der etwas weiter höher lag. Da die Landschaft um uns herum zuerst so schwarz bedeckt aussah, habe ich gesagt, das es aussähe wie Mordor und wir nun den Schicksalsberg besteigen würden :D

Aber mit der Aussicht lässt es sich leben:

Dann haben wir uns einige Aborigine – Malereien angesehen, die ältesten davon waren schon um die 80 Tausend Jahre alt. Überhaupt habe ich in den drei Tagen einiges über die Ureinwohner gelernt und einen Tag hatten wir sogar die Chance mit einem zu reden, der uns einiges erklärt hat. Jetzt bin ich ein wenig mit ihnen versöhnt, um ehrlich zu sein!

Manchmal sah es um einiges besser, als ich es von unseren westlichen Urmenschen kenne!

Ja, und da gerade in Darwin und Umgebung die meisten Krokodile in Australien leben, durfte natürlich eine Vorstellung mit ebendiesen Kreaturen nicht fehlen. Im Adelaide River werden täglich Runfahrten in einem Boot angeboten, wo die Crocs mit Ködern angelockt werden, um den Touristen zu zeigen, wie gefährlich sie im Wasser werden können und wie agil sie reagieren. Nicht umsonst heißt diese Tour “Jumping Crocodile Cruise”, denn das ist das Ergebnis:

 1x ist uns wirklich ein Riesenkerl gefolgt, man bekommt zwar keine Angst, aber auf jeden Fall Respekt!

Am Abend haben wir uns auf einem Wild Campingplatz ausgebreitet und unter offenem Feuer Känguruh Stir Frey und Kartoffelbrei gegessen. Welch ein Traum. Sobald die Sonne allerdings zu sinken begann, folgten die bösen Seiten des Kakadu Nationalparks: Moskitos. Brad selbst meinte, dass er es selten so schlimm hatte. Wir sind so gut es ging in unsere Zelte geflüchtet nach einem kleinen Didgeridoo Unterricht. Schnell geschlafen und morgens haben wir dann erst das Ausmaß der Kreaturen gesehen. Unsere Zelte waren so gut wie bedeckt von Moskitos und unsere Stiche waren zahlreich. Aber das hielt uns nicht davon ab, nochmal einen energiereichen Tag zu beginnen. Schnell alles zusammengepackt, denn Brad meinte, er kennen einen Platz, wo es nicht so Mossis wimmeln sollte, also haben wir wieder freiwillig schnell abgebaut.

Nach einiger Zeit haben wir mit unserem saucoolen 4WD gestoppt und uns auf eine Wanderung von 6km gemacht an einen wunderschönen Creek! Diesen Platz zum Schwimmen hatten wir uns wirklich verdient, denn das Wetter ist zehn Mal schlimmer als in Cairns :D Aber egal, kann ja nur gut für meinen Teint sein ;)  Brad war aber noch nicht zu 100% zufrieden und hat uns einige Meter weiter um die Ecke geschickt zu einem noch viel Besseren Platz, sogar mit Wasserfall. Ich konnte dorthin nur nicht meine Kamera nehmen, natürlich nicht, also bleibt es nur in meiner Erinnerung. Aber es war wirklich traumhaft.

Und dann kam der für mich anstrengendste, aber wirklich lohnende Part: Klettern.

Rose, Tanja und ich hatten manchmal einige Probleme, weniger wegen der Anstrengung, aber weil wir so klein waren und manchmal bestimmte Steine nicht erreichen konnten und andere Wege finden mussten :D Aber die anderen haben uns gut geholfen und am Ende wurden wir mit dieser Aussicht belohnt:

 da gibt es eigentlich nichts mehr zu sagen. Unsere Echos konnte man sogar hören und der Creek, in dem wir einige Stunden vorher noch gebadet hatten, war nur sehr klein zu sehen. Der Weg zurück war zwar auch fordernd, aber weniger schlimm, so empfand ich es. So ganz ohne Kratzer und blaue Flecken ist es am Ende aber auch nicht für jeden ausgegangen. Für diesen Tag hatten wir genug getan, sind dann also zu einem Campingplatz gefahren und konnten uns dort erholen. Diesmal gab es Büffelwurst und Lammsteak – als Ostergeschenk :) Satt wurden wir allemal. Wieder mussten wir früher ins Bett, denn Brad meinte, er würde uns am nächsten Tag schon um 6 wecken, damit wir um 7 losfahren könnten.

Hat auch am Ende alles wunderbar geklappt. Am letzten Tag sind wir eigentlich nur noch baden gewesen, nahe irgendeiner Schlucht. Auch wieder sehr erfrischend, war aber auch nötig. Die Hitze ist manchmal unerträglich.

Danach hatten wir nur noch einen letzten Stopp im Adelaide River Inn, denn dort ist Charly the Bufallo ausgestellt, er soll wohl auch im Film Crocodile Dundee mitgespielt haben. Überhaupt haben wir einige Plätze besucht, in denen Szenen des Films gedreht wurden. Also muss ich ihn mir nochmal ansehen, wenn ich wieder da bin, ist schon lange her.

Ja und als wir dann wieder abgesetzt wurden, haben wir uns wie gesagt noch abgemacht, dass wir etwas Essen gehen werden. Es ist schon erstaunlich, wie vertraut man sich in 3 Tagen werden kann und wie interessant andere Menschen leben. Tanja zum Beispiel ist 37, hatte irgendwann beschlossen, Wien, wo sie schon seit einiger Zeit wohnte, zu verlassen, mit dem auch ihren Job und zu reisen. Asien und Australien. Jetzt geht sie zurück nach Prag und will irgendwas anderes mit ihrem Leben machen…das ist so erstaunlich und mutig. Und Lucy hat England verlassen als Geschichtslehrerin und wohnt und arbeitet nun in Melbourne mit Luke. Rose war sie nur für einige Wochen besuchen.

Na ja gut, ich schweife ab, ich hab ja noch nicht mal eine Ahnung, was aus mir mal wird ;) Aber das wird alles geregelt, wenn ich dann bald, SO BALD wieder da bin.

Meine nächste Reise steht am Mittwoch an, mit dem Ghan nach Alice um endlich den Ayers Rock zu sehen! Seid gespannt, ich bin es auf jeden Fall für euch alle zusammen :)

 

Ach ja natürlich noch: FROHE OSTERN :)

Ein Traum von Karibik

Hallo meine Lieben,

 

heute schreibe ich mal zwei Artikel, weil ich diese beiden Reisen nicht in einen quetschen will. Damit ist hoffentlich jeder zufrieden ;)

Ein paar Bilder können da  natürlich auch nicht schaden.

Ich bin ja nach Mamas und Papas Verschwinden Richtung Airlie Beach gefahren und alles hat wunderbar geklappt, nichts war mehr überflutet und ich bin sogar früher in Airlie angekommen. Mein Hostel war zudem auch sehr sauber, ansonsten normal. Aber dann am 29. März ging es los aufs Segelboot. 1x mehr hab ich mich in den 3 Tagen gefreut, dass ich dieses Bootschwanken recht gewöhnt bin. Aber überhaupt war es einfach atemberaubend. Wir hatten so Glück mit dem Wetter, die Sonne hat unaufhörlich geschienen, nur am ersten Tag hat es 1x noch geregnet.

Nun habe ich auch den weißesten Strand meines bisherigen Lebens gesehen, genannt Whitehaven Beach:

Toll, was? :) Was auch ziiiiemlich amazing! Man konnte vom Aussichtspunkt sogar Rochen sehen.

Am zweiten Tag hieß es für uns dann: Endlich Tauchen angesagt. Nicht nur schnorcheln, wie wir es vorher schon längere Zeit gemacht haben, nein: Richtig tauchen. Das war vielleicht ein Abenteuer. So viel hat man zwar nicht gesehen, außer natürlich genügend bunte Fische, aber es war trotzdem unvergesslich. Am zweiten Stopp, wo wir dann nur schnorcheln waren, habe ich sogar 4 Schildkröten gesehen. Zuerst erschrickt man immer, da man nur kurz unter Wasser schauen will, wie die Brille sitzt und dann ist vor dir auf ein Mal ein richtig großer Fisch, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Für eine Weile bin ich mit einer wirklich schönen Schildkröte geschwommen und habe mich am Panzer festgehalten. Störte sie überhaupt nicht. Einfach fantastisch! Da habe ich mir doch gewünscht, ich hätte eine Unterwasserkamera, aber man kann nicht alles haben ;) Und manchmal sind Erinnerungen auch ganz schön.

Auf dem Weg nach Hause am letzten Tag haben wir noch Mal eine Segeltour begonnen. Teilweise lag das Boot so schief im Wasser:
Da musste man sich teilweise schon richtig gut festhalten!

Aber was mir bleibt von diesem Trip, sind die unglaublichen Sonnenuntergänge, die Vielfalt des Great Barrier Reef, obwohl ich verhältnismäßig wenig gesehen habe, das fantastische Essen an Board, der klare Sternenhimmel und das einzig wahre Gefühl von Freiheit. Dass wir nur eine kleine Gruppe von 8 statt 20 Leuten waren ist auch nicht zu verfehlen.

Meinen letzten Tag in Airlie habe ich dann noch an der Lagune vebracht und dann ging es schon wieder nach Cairns, wo ich nochmal ein paar Tage relaxed habe, um meinen kurzen Flug nach Darwin am 04. April zu bekommen! To be continued…

Jucy und die Ostküste

Hallo ihr Lieben,

nun habe ich Mama und Papa gestern auch verabschiedet und bin ebenso weitergezogen, nach Airlie Beach, wo ich morgen meine Whitsunday Tour antrete. Deswegen verfasse ich jetzt schnell noch einen kleinen Bericht.

Meine Zugfahrt von Melbourne nach Sydney am 05. März ist gut verlaufen, hatten nur einige Verspätung aufgrund der Überflutungen (mal wieder). Hat mich aber weniger gejuckt, ich hätte ja eh am Flughafen schlafen müssen.

Mamas und Papas Ankunft ging ohne Probleme über die Bühne und die ersten Tage haben wir uns dann schön gemacht in Sydney.

Am 10. März hieß es dann aber unser geniales Vehikel abholen. Mal wieder war ich also: On the Road. Er war super zuverlässig, hat uns nie im Stich gelassen und ist super gelaufen!

All die 4895 km (oder so…).

Für unsere erste Tour konnten wir uns Zeit lassen. wir haben uns Canberra, also die Hauptstadt Australiens, angesehen  was sich allerdings gelohnt hat! Ebenso die Blue Mountains konnten wir ein wenig besuchen und dann führte uns die Strecke ins ach so tolle Melbourne. Ich liebe diese Stadt, Mama und Papa nicht so sehr. Aber egal, ich freue mich, dass ich es noch einmal besuchen darf, nämlich in nicht mal mehr einem Monat.

Auf dem Weg konnte ich dann auch endlich meine Überraschung enthüllen: Am 17.März ging es für uns zum 1. Qualifying der Formel 1 Saison 2012 in Melbourne.

Dieser Tag war wirklich unvergesslich und einfach nur cool, wenn auch laut! Die vielen Fotos der Autos zeige ich euch dann bei Gelegenheit. Was die verkehrsregelung angeht, war auch eigentlich alles in Ordnung, denn wir konnten schnellstmöglich nach dem Qualifying aus Melbourne heraus. So konnten wir am 17. schon mal ein wenig Zeit gut machen, denn schließlich mussten wir nun nach Brisbane, ein ganzes Stück Arbeit. Schlussendlich hat aber auch das wunderbar geklappt. Es war wirklich schön, irgendwie wieder nach “Hause” zu kommen. Ich habe sogar kurz Stopp bei den Cookes gemacht und schon wieder ein neues Au Pair gesehen. Alles sah anders aus, denn Jodie arbeitet nun nicht mehr so viel und hat damit wohl mehr Zeit, das Haus umzuräumen :D  Ansonsten konnte ich in Brisbane meinen letzten Monat planen mit all den Reisen und Touren. Und dann wird es am. 26.April enden. Als ich das letzte Mal in Brisbane für längere Zeit war, hat all das erst begonnen…

Zu meinem Geburtstag haben wir uns dann, wie von mir gewünscht, in den Australia Zoo aufgemacht. Es hat sich eindeutig gelohnt, es war ein wirklich toller Tag! Hiermit bedanke ich mich auch für die Glückwünsche in welcher Form sie auch immer erschienen sind! Es hat mich sehr gefreut. Und wenn ich euch dann wiedersehe, kann ich auch nochmal ein wenig mit euch feiern :) Nun bin ich auch in Amerika erwachsen :D

Der letzte Weg, so wurde mir bei meiner Reiseagentur gesagt, könnte der schwierigste werden. Obwohl im tropischen Norden keine Regenzeit mehr ist, fließt das Wasser immer noch und fällt wie verrückt vom Himmel. Das haben wir auch auf dem Weg zu spüren bekommen, mit so genanntem “Kärcher Regen” und Pfützen bis Seen am Straßenrand. Nur 1x, da uns mein Navi durch einen Weg geführt hat, der fernab des Highways war, mussten wir umdrehen, da die Straße gesperrt war. Danach ist allerdings gut gegangen und wir sind munter und zufrieden in Cairns angekommen mit Zwischenstopp in meinem Bundaberg. Von Marie, die dort wieder arbeiten geht, habe ich noch einen verspäteten Geburtstagskuchen bekommen, was mich außerordentlich gefreut hat. Und ein kleiner Besuch zur Rumbrennerei fiel auch noch ab. So viel hat sich allerdings auch hier verändert, es ist schon komisch, dabei ist es doch nur 3 Monate her…Wie wird das dann wohl in Deutschland sein? ;)

Na ja und in Cairns haben wir es uns nochmal richtig gut gehen lassen. Das Hostel war einfach einmalig, mein bestes bisher. Das Klima hier ist aber tatsächlich sehr gewöhnungsbedürftig, ich bin glaube ich froh, wenn ich wieder in Melbourne bin, wo es zwar sehr kalt sein wird, aber dafür fürs Atmen normal! Ich habe die Wüste wie im Westen lieber als die Tropen, das konnte ich für mich mal wieder feststellen.

Was ich natürlich auch sagen muss, ist der tolle Zufall, dass Papa die free barbecues in allen möglichen Parks und Plätzen so sehr fasziniert haben, dass wir 3x einen ganz tollen Barbie machen konnten. Endlich wieder richtiges Essen und mal nicht zu sehr auf die Kosten schauen :D Das hat tatsächlich mal gut getan.

Und dann gestern haben wir uns am Hostel verabschiedet, und für beide Parteien ging es wieder in eine andere Richtung. Ich hoffe, dass die beiden inzwischen gut gelandet sind und das Jetlag nicht allzu sehr nagt!

Ich werde jetzt den Monat noch so gut es geht herum bekommen. Und dann, nach jeder Reise wieder ein kleiner neuer Blogeintrag von mir für euch. Fühlt euch gedrückt, bald ist es soweit <3

Great Ocean Road

3 Tage pure Wildnis habe ich überlebt!

Meinen Trip habe ich zusammen mit Joeline, deutsch und Laura aus Paris begonnen und auch zu Ende geführt :)

Es war mal so ganz anders so viel Vertrauen in völlig unbekannte Personen zu stecken. Aber zuletzt hat es wunderbar geklappt, wir waren wirklich ein tolles Team.

Im Hintergrund ist übrigens unser “awesome vehicle”. Ein Mitsubishi SAX. Hatte erst 4000km runter und hat geschnurrt wie ein Kätzchen. Durch die engen Straßen der G.O.R. konnte man wirklich gut heizen :D

Unser erster Stopp am 29. war Hahndorf. Die älteste deutsche Siedlung Australiens, somit ein Stück Heimat. Und wie! Joe und ich mussten uns einfach auf den Apfelstrudel stürzen:

Allerdings war dort niemand in der Lage deutsch zu sprechen, dafür ist schon zu viel Zeit vergangen (seit 1863). Uns sollte es nicht stören. Am gleichen Tag, jedoch am Abend führte uns unser Weg noch zu Larry the Lobster, ein gigantischer Hummer in Kingston SE. Eigentlich nichts Besonderes, er ist sozusagen Wahrzeichen des Restaurants, aber viele Touristen zieht es dorthin. Das konnten wir uns doch nicht entgehen lassen:

Nach einer Nacht irgendwo kurz vor dem eigentlichen Beginn der G.O.R. verbrachten wir die nächsten 2 Tage und 220km on the road. Mein persönliches Highlight waren eindeutig die “12 Apostels”, eine Steinformation an der Küste, von der nur noch 6 übrig sind:

Man sieht sie immer auf Bildern und nun konnte ich mir im wahrsten Sinne des Wortes selbst eins machen. Einfach nur atemberaubend. Es war zwar alle Tage über windig und auch etwas regnerisch, aber wir haben das Beste draus gemacht und trotzdem sehr viel Spaß gehabt!

Ach und eins ist auch nicht zu vergessen: Die wilden Koalas, die direkt am Straßenrand in den Bäumen hängen…endlich Koalas in Freiheit gesehen, das ist doch mal ein Träumchen. Und als wir zum Betrachten eines besonders schönen Exemplars angehalten haben, konnten wir sogar einen die Straße überqueren sehen. Wenn man sie dann doch so nah sieht, sind sie schon dicke Dinger.

Und auf der G.O.R. gibt es eine Stadt mit Namen Anglesea, die vor Allem dafür bekannt ist, dass auf dem lokalen Golfplatz hunderte von Känguruhs leben. Trotz aller Schilder, die uns aufhalten wollten, damit wir keine Fotos der Tiere schießen, haben wir uns dorthin geschlichen und tatsächlich. Vor Allem zwischen den Löchern scheinen sie sich am liebsten aufzuhalten :D

Gestern hieß es dann aber wieder Verabschieden :( Es waren wirklich schöne Tage und ich war einfach nur froh, dass ich doch nicht alleine fahren musste! Jede Begleitung war mir recht, aber dass sie dann doch so gut aussehen würde, das hätte ich natürlich nicht erwartet. Die Einfahrt zu Melbourne war wirklich gelungen, ich liebe diese Stadt schon jetzt, obwohl es wieder geregnet hat. Ich freue mich umso mehr, noch 2x wiederzukommen, 1x mit Mama und Papa und dann nochmal kurz vor meiner Abreise, was schon sehr bald ist.

Mein Ticket nach Sydney habe ich schon heute geholt, ich komme also auf jeden Fall pünktlich zur Ankunft meiner Eltern an. Das wäre also geregelt. Von meinen Abenteuern mit ihnen kann ich dann Ende März philosophieren :) Noch habe ich viel vor und muss Melbourne leider schon verlassen, aber na ja! Trotzdem zieht es mich in die Wärme, ich wäre zu gerne weiterhin in Western Australia bei 43°C und Sonnenschein und nicht 20°C und Regen/Wind…aber was soll’s, es ist halt Herbst. Was will man anderes erwarten. Lasst uns nur hoffen, dass das Wetter in Ordnung ist, wenn der Besuch da ist.

Einen schönen Frühlingsanfang jetzt schon mal und bis zum nächsten Eintrag.

Mein Margaret River

Oh mei, da habe ich euch aber vernachlässigt. Habe total vergessen, dass ich doch noch Blog schreiben sollte :( Dafür gibt es natürlich ein fettes Entschuldigung und dafür einen schönen Bericht über mein Margaret River und alles, was danach kam.

Am 1. Februar ging es also mit dem Bus für 5 Stunden Richtung Süden. Mein erster Eindruck dieser recht bescheidenen Stadt war weniger erstaunlich. Das Hostel hingegen war genial, richtig einzigartig. Wir hatten eine riesige Poolarea, viele Möglichkeiten zum Sitzen, Quatschen und natürlich Trinken und die Zimmer waren auch sehr schön. Meine 7 Mitbewohnerinnen waren auch nicht zu vermiesen. Megan aus Schottland, Ambra aus Italien, Kyla & Jane aus Irland, Sandra aus Australien, Anne aus Holland und Pauline aus Deutschland. Mit Megan, Kyla und Jane habe ich mich am Ende am meisten angefreundet. Vor allem die beiden Irinnen waren wirklich verrückt, aber saulustig.

An meinem ersten Wochenende hatte ich allerdings die Möglichkeit, noch weitere Iren kennenzulernen, die für mich vielleicht Freunde fürs Leben geworden sind: Emma, Johnny und John, den aber alle Foley nennen. Durch diese Drei hatte ich auch eine Mitfahrgelegenheit, um zur Arbeit zu kommen, da sie ein Auto hatten und hatte dann auch ab Dienstag fast täglich Arbeit. Im Laufe der Zeit kamen noch Joel und David aus Schweden dazu, die Iren kannten sie schon von Brisbane und sie sind ihnen einfach gefolgt.

Damit hat sich in Etwa dieses Bild ergeben:

Ein verrückter, aber unglaublicher Haufen :) Durch die vielen Bierdosen und Davids Geste sieht man wohl, wofür WEs gemacht waren: Trinken und Karten spielen :) Eigentlich haben wir auch nichts anderes gemacht. Die Arbeit fing täglich zwischen halb 6 und halb 7 an, also kurz nach Sonnenaufgang. Angeblich haben die Trauben dann das beste Aroma. Na ja, muss man wohl glauben. Somit waren wir spätestens um 12 fertig, was soll man dann noch machen, außer vielleicht an den Strand und sich ausruhen? Mehr haben wir nicht gemacht. Aber gerade dieses Leben ist irgendwie ideal. Zudem, wenn man so morgens aufgeweckt wird und zur Arbeit geht, dann ist dieser Anblick doch das Aufstehen wert, oder?

Manche Weingüter sahen auch wunderschön aus, wogegen andere einfach total unübersichtlich waren, dadurch, dass sich die Reben über Kilometer erstreckten:

Es sieht sowieso generell anders aus als in Deutschland. Soweit ich mich erinnere, ist in der Gegend um Koblenz rum, jedes Weingut an Hügeln angelegt. Das ist in Australien nicht der Fall. Plain Earth ist hier das Motto. Ja und dann geht es los:

(hinten von links: Johnny, Joel, Foley; vorne von links: Emma, David)

Mit Warnwesten bekleidet und Scheren in der Hand ging es los. Manchmal noch Mütze auf und Sonnencreme, damit nichts passiert. Ach und natürlich Musik ins Ohr, ansonsten geht die Zeit mal so gaaaaaaaaar nicht rum!

Mit Handschuhen bewaffnet geht es ans Werk:

Schnipp schnapp, in den Eimer. Pro 15kg Eimer bekamen wir immer mindestens 4$. Kein Hungerlohn, aber eben auch nichts zum Reich werden. Trotzdem, mein Rekord lag bei 18 Eimern in 3 Stunden, ich glaube, das lässt sich sehen. Emma dagegen war ein Naturtalent. Sie hatte immer unglaublich viele Eimer am Ende des Tages gefüllt, bekam dafür sogar 1x eine Weinflasche des Weinguts als Dank. Ich kann mich dieses Mal über unsere Supervisor sowieso nicht beschweren, sie haben geholfen, wo sie nur konnten und sich nach jedem Pick bedankt.

Eigentlich muss ich sagen, habe ich in Margaret River meine fröhlichste Zeit verlebt. Und ich muss sagen, dadurch, dass ich fast ausschließlich Englisch gesprochen habe, hat es sich in diesen kurzen 3 1/2 Wochen fast am Meisten gesteigert. Zum Ende kamen dann noch Lisa und Tanja, auch zwei Deutsche, die sich im Flieger nach Australien kennengelernt haben, mit denen habe ich mich auch angefreundet. Sie sind erst seit November in Australien, da konnte ich ihnen natürlich schon einige Tipps geben. Lisa kommt sogar aus Aachen :)

Ja, ich hatte wahrhaftig Spaß in M/R! Hätte ich die Möglichkeit, würde ich mich sofort wieder auf den Weg dorthin machen!

Und am Samstag war es dann so weit. Nach einem tränenreichen Abschied hieß es wieder, hello Perth und nun bin ich nach einem zwei Tage Zug Trip in Adelaide.

Das bin ich vor dem Indian Pacific:

Im Zug habe ich Stefan und Ulrike kennengelernt, beide sind weiter nach Sydney gefahren. Ihr müsst nämlich wissen, der Indian Pacifi Train fährt von Perth bis nach Sydney. Über 4000km in drei Tagen. Ich war von Sonntag bis Dienstag unterwegs.  Die erste Nacht war etwas gewöhnungsbedürftig, mein Nacken hat ziemlich geschmerzt, aber die zweite war in Ordnung. Man gewöhnt sich eben an alles :D Allerdings hat sich die Landschaft weniger verändert: Immer nur Büsche und rötliche Erde… wir haben allerdings einige Kamele, Emus und auch den großen Adler der Nullarbor Plain gesehen. Und das kleinste Dorf Australiens, 4 Einwohner. Dort wird ein halbstündiger Stopp eingelegt, damit die Bewohner ihre Vorräte für die Woche bekommen. Strange einfach nur!

Und nun bin ich in Adelaide, mache mich aber sofort morgen weiter auf den Weg nach Melbourne, da mir diese Stadt nicht so gefällt. Ich treffe mich gleich mit meinen beiden Mitreisenden, die habe ich heute kontaktiert. Und dann heißt es wieder für 3 Tage im Auto leben :D

Aber nun kann der Countdown für die Ankunft von Mama und Papa endlich beginnen, gleich wird noch das Hotel oder B&B gebucht (WELCH EIN LUXUS!!) und dann kann ich mich freuen!

Ich schreibe nochmal, bevor sie kommen. Bis dahin, Cheers ;)

Ein Roadtrip in Bildern

Liebeleins, was muss ich da denn lesen? Hier wird sich beschwert, weil ich schon lange nichts mehr gepostet habe? Soso!!

Ich habe doch geschrieben, dass ich mich das nächste Mal erst wieder im Februar melden kann und nun hat der Februar gerade erst angefangen und schon wird gemeckert. Also wirklich!

Dann mal zu meinem neuen Bericht, besonders: LIEBE NACHBARN :D

Wie beschreibt man so einen Roadtrip ins Nichts und in die Wunder Australiens? Am Besten in Bildern. Ich glaube, das ist der einfachste und beeindruckenste Weg. Mit ein paar zusätzlichen Informationen drunter natürlich!

Also, gestartet sind Tessa und ich in Perth. Am 19. Januar haben Tessa und ich unseren “Dirty Sanchez” abgeholt:

Warum er Dirty Sanchez heißt? Weil er so aussieht und es dick und fett an den Seiten zu stehen hatte!

Unsere ersten Kilometer sahen dann wie folgt aus:

 …so wie die darauf folgenden 2400 km auch… manchmal, um ehrlich zu sein, war es schon sehr nervenaufreibend, wirklich NICHTS außer tote Känguruhs und nicht mehr  zu identifizierende Tiere zu sehen, aber irgendwie ist es auch etwas Besonders. In diesem Bild ist der Weg auch eigentlich noch recht grün. Noch weiter im Norden, nachdem wir den nördlichen Wendekreis überfahren haben (!) haben wir nur noch rote Erde und verbrannte Bäume gesehen. Streckenweise sehr gruselig.

Aber was man wirklich genießen kann in Western Australia, ist, dass man wirklich so abgelegen ist, dass man manchmal über Stunden niemand anders sieht. Wenn dann doch mal ein Auto den Weg kreuzt, dann begrüßt man sich ganz aufgeregt mit Handzeichen und Winken.

Was darf man noch nicht vergessen auf Australiens Straßen? Richtig:Ist für mich also jetzt nichts Besonderes mehr ;) Zudem habe ich noch das Straßenschild “Vorsicht Emus”, “Vorsicht Enten”, “Vorsicht Echidnas” & “Vorsicht Kühe” kennengelernt. Welche davon muss man nun Ernst nehmen? Nun, generell natürlich alle, aber die Tiere, die wir am Meisten gesehen haben, davor wurde nicht gewarnt: SCHAFE. Wenn wir morgens losgefahren sind, haben wir Scharen von Schafen gesehen, manchmal Ziegen und manchmal Kühe. Die Farmer haben nämlich immer Ländereien so groß wie Belgien (und größer) und durch ihr Land geht eben auch manchmal die Straße. Die Tiere stört es nicht und auch für uns war es eigentlich sehr amüsant.

So, nächstes Bild:

Das ist ein Bild der Pinnacle Wüste. Pinnacles sind diese Steine. Und in Western Australia gibt es ein Gebiet, in der sie nur so sprießen. Inmitten einer Wüste. Das ist ziemlich beeindruckend und wir waren dort, als Sonnenuntergang war. Nur zu empfehlen.Am Tag danach ging es unter Anderen nach Geraldton, zum Denkmal der “HMAS Sydney II”, einem Kreuzfahrtschiff, dass zum zweiten Weltkrieg in ein Kriegsschiff umfunktioniert wurde. Nach einiger Zeit wurde es allerdings von einem -wie soll es auch anders sein- deutschen Kriegsschiff getroffen und versank. Allerdings wurde das Wrack und geschweige denn die Crew nie gefunden. Zumindest bis zum Jahr 2008, das Denkmal ist aber seit 2001 dort. Ein Brunnen zeigt nun allerdings die Koordinaten des Fundorts. Es war sehr schön dort und wir haben uns bestimmt fast eine Stunde dort aufgehalten. Doch der Weg ging weiter:

Das ist der Pink Lake von Port Gegory. Ich schwöre, hier ist nichts gephotoshoppt oder sonst irgendwie verändert! Natürlich auftretende Phosphate machen diesen See wirklich rosa. War ein sehr lustiger Anblick und zuerst dachten Tessa und ich, man könnte darin schwimmen, aber nachdem wir die toten Pflanzen und das Salz am Ufer gesehen haben, haben wir uns doch schnell dagegen entschieden!

Was kommt als nächstes?

Das ist der Shell Beach. Einer der wunderschönsten Strände der Welt. Weiß, mit klarem Wasser (das ist allerdings normal an der Westküste, ich danke dem indischen Ozean) und…höllisch heiß und schmerzhaft, wenn man es wagt, mit nackten Füßen zu watscheln. Es ist allerdings für uns immer ein Risiko gewesen ins Wasser zu gehen, denn wir wussten nie so Recht, ob es sicher ist und sich nicht doch irgendwo ein Hai versteckt ;) Aber wir leben noch, also waren wir vorsichtig genug!

Das ist ein Ausblick auf den Murchison River vom Kalbarri Nationalpark aus. Diesen Tag haben wir wirklich sehr genossen, auch, wenn der Fluss pisswarm war und nicht wirklich eine Abkühlung. Aber landschaftlich ist es eindeutig sehr zu empfehlen :) Leider konnten wir die große Attraktion des “Nature’s Window” nicht mitnehmen, da es ein Schotterweg war und es uns nicht erlaubt war, diesen zu fahren. Wenn wir also ein Problem mit dem Auto gehabt hätten, wären wir nicht versichert gewesen, das muss ja nicht sein!

Oh ja, die Delfine von Monkey Mia. Einen Tag nach  Tessas Geburtstag machten wir uns auf den Weg zu ihnen. Monkey Mia ist ein Resort, in dem Urlauber sehr willkommen sind. Hauptsächlich wird sich dort jedoch um die Delfine und überhaupt um Wassertiere gekümmert. Wir kamen ihnen so nah, wie ich noch keinem je gekommen bin, nicht man im Zoo. Allerdings war das Anfassen strengstens verboten, um sie so wild wie möglich zu halten. Auch bei der Fütterung bekam jeder Delfin nur 4 Fische, damit sie nicht verlernen, wie man jagt. Ein kleiner war sogar dabei und er schien sichtlich Spaß zu haben, da er ständig Sprünge machte und nie still hielt :)

Auf dieses Bild bin ich selbst sehr stolz, es zeigt den Sonnenuntergang in Coral Bay. Überhaupt haben wir in unserer Zeit so wunderschöne Sonnenuntergänge gesehen, fast alle über dem Meer. Coral Bay war sowieso ein ganz besonderes Ziel! Nicht nur ist dort der schönste Strand der Welt (BASTA!), sondern Australiens zweites berühmtes Korallenriff, das Ningaloo Reef fängt nur einige Meter weiter an. Tessa und ich konnten nicht anders und haben uns entschieden zu schnorcheln. Wenn man ganz still hielt und wenig atmete, dann konnte man tatsächlich die Fische an den Korallen knabbern hören. Ich habe so bunte, kleine wie (fast schon zu) große Fische gesehen und einige Muränen. Das einzige, was noch gefehlt hat, war die Schildkröte. Aber die Touren, die einen etwas weiter rausführen, haben garantiert bessere Spots genau für sowas. Und hier habe ich zum ersten Mal beschlossen: Hier komme ich wieder zurück, irgendwann, und gehe tauchen oder schnorcheln mit Schildkröten, Manta Rochen und Walhaien. Das ist nochmal etwas, was man bestimmt in seinem Leben gemacht haben muss.

Hier sieht man ganz hinten eines der Blowholes. Blowholes entstehen durch Lücken bzw. Löcher in den Klippen. Wenn sich zu viel Wasser darin sammelt, kommen sie fontänenartig wieder herausgeschossen. Wir sind oft recht nass geworden, weil wir etwas zu nahe standen. Nur den Mund sollte man in diesem Moment gut geschlossen halten, denn der Salzgehalt ist wirklich abartig.

Auf dem Rückweg führte uns dann nur noch ein Stopp zum Ziel:

Die ”Leaning Trees”.  Ist das nicht ein Naturwunder? Durch ständige Winde sehen in dieser Region fast alles Bäume so aus, aber dieser ist wirklich berühmt, warum kann man sich sicherlich denken. Ich finde es so beeindruckend, weil er einfach grün ist, und sozusagen das blühende Leben ist, nur eben sehr schief. Eins meiner Highlights muss ich zugeben.

Unser Weg zurück führte uns dann ein wenig weiter in den Süden, nach Fremantle, denn dort wohnten zwei von Tessas Arbeitskollegen, unter anderen Jonas, ein Schwede. Fremantle an sich ist auch ein Geheimtipp! Wir waren dort hauptsächlich am Strand.

Zu diesem Zeitpunkt war es schon sehr heiß, am Schlimmsten war es allerdings, als wir den südlichen Wendekreis hinter uns gelassen haben. In Exmouth saßen wir eigentlich nur den ganzen Tag schwitzten wie sonst was.

Und dann kam der 26. Januar, Australia Day. Australien verwandelt sich in ein blau, rot weißes Meer. Das in der großen Stadt von Perth mitzuerleben mit Tessa und Jonas war schon sehr cool. Und Forrest Gump würde sagen: „Und schon wieder sah ich ein Feuerwerk.“ :D Aber so ist es doch! So viele große Feuerwerke am Stück habe ich selten gesehen. Aber natürlich hat es sich wieder gelohnt. Und die Kulisse des Swan Rivers hat es natürlich auch sehr schön gemacht. Obwohl es kurz nach Beginn angefangen hat heftigst zu regnen…aber ich will mal nicht meckern, der Osten ist ja wieder auf Tauchgang! Dafür hatten wir die Hitze! Es wurde irgendwann wirklich erbärmlich im Campervan zu schlafen, aber was musste, das musste! Es muss einem doch wenigstens ein Mal im Leben schlechter gehen ;)

Ein Bild vom Anfang des Finales.

Aber hier sieht man auch wieder die Distanz zu den Aborigines: Während die Australier die erfolgreiche Ankunft der ersten Schiffe feiern, geht es den Aborigines am „Survival Day“ nur darum, dass sie die Invasion es Weißen überlebt haben. Somit waren auch die Esplanades, sozusagen die Promenade vorm Fluss in zwei Ufer geteilt, zwei getrennte Bühnen, zwei getrennte Eingänge.

Trotzdem, nach diesem schönen Tag brach nun der letzte Tag mit Sanchez an. Da habe ich mich nochmal auf eine Tour zum Penguin Island begeben…Pinguine  in Australien? Oh ja!

Wieder in einer Art Resort, in dem sich aber noch andere Tiere tummeln: Pelikane breiten hier ihre Nester aus, Möwen sowieso, Echsen aller Art, Seehunde und Delfine. Da die Pinguine im Moment ihr Federkleid verlieren, sind sie sehr gestresst und haben sich nur aneinander gekuschelt. Trotzdem konnte ich ein paar von ihnen erhaschen:

Sie waren trotzdem sehr süß! Am Abend sind wir dann noch zu einem anderen Arbeitskollegen von Tessa und Jonas gefahren, mit Jonas hinten im Wagen. Da er so groß ist, war das  gar nicht so einfach, ihn zu verstecken. Aber die Polizei hat uns sogar 1x überholt und nichts gesehen…PUH :D

Unser Weg führte uns nach Hamersley zu Ryan. Und Ryan, das kann man wirklich behaupten, hat das Outback gerockt!! von Bowen, QLD, nach Alice Springs, NT und dann von Rockhampton nach Perth. Einfach der Wahnsinn, alles inklusive: Motorschaden, Bremsen versagt, Reifen geplatzt, vor Krokodilen gecampt, Freund Lebensmittelvergiftung bekommen etc. pp. Das volle Programm. das wäre ja was für mich gewesen.

Haben einen netten Abend verbracht mit BBQ. Und dann war es soweit, am 28. hieß es Abschied nehmen vom treuen Sanchez, der uns nicht im Stich gelassen hat und von Tessa auch. Sie ist nach Midland, um ihren Job als Pologroom anzunehmen. Jetzt kümmert sie sich eben um ein Polopferd und ist total glücklich :)

Die restlichen Tage habe ich mit Jonas verbracht und wir waren am Strand, am Strand, am Strand und im Kino :) “Tinker Tailor Soldier Spy”, das ist der Film, für den Gary Oldman für den Oscar nominiert ist. Es war auf jeden Fall harte Kost, aber wenigstens mal wieder etwas, um das Hirn etwas anzuregen ;) Und als wir am letzten Tag am Scarborugh Beach waren, haben wir nach schon glücklicherweise zwei Badeeinheiten auf einmal ein ohrenbetäubendes Geräusch gehört. Alle sind sofort aus dem Wasser und blieben ganz ruhig. Ja, Haialarm! Und das mit allem Pipapo: Zuerst sind die Lifeguards Patrouille gefahren, dann kam der Helikopter und hat die Lage gecheckt und später wurde der Strand für ca. eine Stunde gesperrt. Was so ein Tigerhai alles anrichten kann! Das war aber wirklich auch mal alles sehr interessant zu sehen!

Und seit gestern bin ich nun in Margaret River, um nochmal ein wenig Arbeit zu finden. Dieses Gebiet hier ist sozusagen der Moselbereich von Australien ;) Weingüter über Weingüter. Ab nächster Woche soll die Traubenernte anfangen, also hofft für mich mit, ich kann es gebrauchen :) Und wenn ich dann meine ersten Tage gearbeitet habe, melde ich mich wieder. So lange ist es ja nicht, nur bis zum 25., dann bin ich schon wieder auf dem Weg nach Perth und dann im Indian Pacific Zug nach Adelaide, um von dort die Great Ocean Road zu machen bis Melbourne und am 05. März komme ich in Sydney, wieder mit dem Zug an, um dort eine tolle Nacht am Flughafen zu verbringen und dann Mama und Papa zu begrüßen :) Das wird toll, aber jetzt muss der Februar erstmal erfolgreich umgehen, so einfach ist das, nicht wahr?

Da hattet ihr jetzt aber wieder genug zu lesen und genug neue Informationen :) Man schreibt sich, bis dann!

Perth

Nach einer Woche kann ich mit Fug und Recht behaupten: Und der Preis für die bischer schönste Stadt geht an…PERTH.

My beautiful Perth an der südlichen Westküste ist ein Diamant in der Wüste. Wirklich zu zauberhaft. Man merkt auch einfach an jeder Ecke, dass Perth die reichste Stadt in Australien ist, denn hier boombt der Mienenbau. Jeder Bus innerhalb des Stadtzentrums ist kostenlos, man sieht nur hergerichtete Gebäude, kein eingefallenes, wirklich erstaunlich.

Ich liebe Perth und hätte ich noch mehr Zeit in Australien würde ich hier anfangen zu arbeiten, um einfach dableiben zu können. Aber wie immer zu Besuch, liegt der Abschied nicht fern. Diesmal geschieht er mit einem lächelnden und einem weinenden Auge, obwohl zugegebenermaßen das lachende dominiert, denn ich bin jetzt mit Tessa unterwegs in der nächsten Zeit in einem Campervan :) Es wird so spaßig, wir werden ein richtiger Partybus. Tessa ist ja eines der Mädchen die ganz zu Anfang mit mir geflogen sind. Und nun passte es eben, dass man sich wiedersieht und zusammen ein wenig reisen kann.

In den nächsten 2 1/2 Wochen machen wir uns auf den Weg nach Exmouth und wieder zurück. Genügend Strände und Nationalparks liegen auf dem Weg, es wird ein Traum. Das wird jetzt genauso wie ich es mir immer vorgestellt habe…wenn das Auto denn hält. Aber das wird schon, man braucht sich ja hier noch über nichts den Kopf zerbrechen, was noch nicht geschehen ist.

Auf jeden Fall muss sie danach noch arbeiten gehen, vielleicht folge ich ihr für 1/2 Wochen. Eigentlich wollten wir in Exmouth bleiben und dort weitersuchen, aber entweder hatte die Autovermittlung dort schon zu oder geschlossen aufgrund der Regenzeit weiter im Norden. So kann ich also nicht alles vom nördlichen Westaustralien sehen, denn dort steht, wie immer um diese Zeit, alles unter Wasser. Aber ach, was solls, dann geht es eben nochmal ein wenig in den Süden, wer weiß, was einen dort noch erwartet!

Wenn ich Perth wiedersehe, ist dann schon Februar, das geht mal gar nicht klar. Nicht mehr lange…

Ich bin euch übrigens in Perth nur 7 Stunden voraus…es werden immer weniger: 12 (Neuseeland), 10 (Sydney und nun eben 7…trotzdem, irgendwann geht es ja wieder auf die andere Seite, na was soll’s ;)

 

Das war also erstmal meine kleine Meldung und ein kleines Update, nächstes Mal wird es wohl so aussehen, dass ihr von mir im Februar hört. Haltet die Kälte also tapfer durch, ich versuche auch, nicht wegzuschmelzen!

NZ – There and back again

Hallo meine Lieben!

Ja, ich habe mich immer ein wenig gedrückt, euch zu schreiben, aber schließlich will ich euch teilhaben lassen an diesem Jahrhunderturlaub. Auch, wenn es eine lange Nachricht wird, ihr habt es ja immerhin verdient, ihr verfolgt mich immer so tapfer und das macht mich sehr froh :)

Also, dann beginne ich mal mit Auckland, mein erster Stopp. Mein Hostel war inmitten der Einkaufsstraße und somit sehr zentral gelegen. Es waren nicht viele Gehminuten vom Sky Tower und zum Hafen. Am ersten Tag bin ich allerdings nur die Straßen auf und abgegangen, um mir mal einen Überblick zu verschaffen. Dabei ist mir sofort aufgefallen, dass die Sonne in Neuseeland im Sommer genauso spät untergeht wie bei uns in Deutschland. Das fehlt mir in Australien nämlich immer. Um 7 ist es, egal, wo ich bin und in welcher Jahreszeit ich mich befinde, stockduster. Also tat das natürlich sehr gut :)

Trotz der Zeitverschiebung ging es mir gut und ich hielt mich so lange wie möglich wach. Das war auch nicht sehr schwer, einfach dadurch, dass ich so aufgeregt war. Da ich mich ja in den letzten Monaten so sehr an Australien gewöhnen konnte, kam mir Neuseeland wie eine ganz andere Welt vor. Zum Beispiel ist es in Neuseeland erlaubt, Bier im normalen Supermarkt zu kaufen. Das musste ich erst Mal fotografieren, so sehr hat es mich verwirrt. Für euch ist das natürlich lachhaft, bei uns geht man einfach in den real,- oder wo auch immer hin und kauft sich seinen Alkohol in jeglicher Form. So ist es in Australien natürlich nicht und daran gewöhnt man sich sehr schnell. Umso erstaunter ist man natürlich, wenn es in dann wieder anders ist :D Habe mir aber trotzdem nichts alkoholisches gekauft, lieber gebe ich Geld für gutes Essen aus :D

An meinem zweiten Tag musste ich mich ja ranhalten und ein wenig die Umgebung erkunden. Mein erster Stopp galt dem Sky Tower:

Das Skydeck ist der höchste Aussichtspunkt im Tower und da wollte ich hin. Mit dem Aufzug (der übrigens gläsern war) ging es dann zuerst auf den 186m Aussichtspunkt. Dort konnte man sich schon schön umsehen und wirklich so gut wie alles sehen. Trotzdem, ich hatte schließlich für das Skydeck bezahlt, also nahm ich noch den nächsten Aufzug. Ja, es war wirklich beeindruckend. Man konnte bis auf die kleinen Inseln in der Nähe von Auckland sehen. Da es jetzt schon bald Afternoon Tea Zeit war (ja, ich bin so eine Art Hobbit geworden was Essenszeiten angeht ;) ), bin ich dann noch in die Sky Lounge gefahren und habe eine Eisschokolade getrunken sowie einen Lamington in knapp 182m Höhe gegessen :) Man darf sich ja wohl nochmal was gönnen!

Als ich dort fertig war habe ich mich auf den Weg zum Auckland Museum gemacht, für $5 Eintritt. Alles war sehr anschaulich aufbereitet und hat sich mit der Geschichte Aucklands und den Weltkriegen beschäftigt. Viele Jahrhunderte hat diese Stadt ja noch nicht auf dem Buckel. Da bin ich als Europäer und einer sehr alten Geschichte natürlich immer sehr verwöhnt. Und im Museum ist mir noch etwas aufgefallen: Die Neuseeländer kommen mit ihren Ureinwohnern, den Maori, wunderbar zurecht. Jeder respektiert den jeweils anderen und egal wo man sich in Neuseeland aufhält, Straßenschilder, Informationsblätter und Informationsschilder in den Museen, überall wird alles neben Englisch auch in Maori geschrieben. Selbst an den Regierungsgebäuden. Sehr beeindruckend und ich schätze das sehr. Hier in Australien ist das ja um einiges anders. Den „Sorry Day“ gibt es schließlich noch nicht sehr lange und bis in die 80er Jahre dominierte Diskriminierung. Nicht zuletzt durch die „Lost Generation“, die Aborigine Kinder, die einfach aus ihren Familien genommen und eingebürgert und langsam zu Weißen erzogen wurden (das habe ich heute alles gelernt im Museum of Western Australia :) Ich bin ein richtiger Museumsgänger geworden, aber dadurch, dass die meisten Nationalmuseen nun mal kostenlos sind, lohnt es sich doch auch, oder?). So eine Geschichte haben die Neuseeländer nicht, sie lebten von Anfang an Tür an Tür und haben sich vertragen. Wer weiß, was sie anders gemacht haben.

Ich hatte leider nicht mehr viel Zeit im Auckland Museum, denn ich kam erst um 4 an und um 5 schloss es schon wieder, aber ich glaube, ich habe alles, was mich so interessiert hat, gesehen.

Am nächsten Tag begann dann endlich meine erste Tour! Ziel war Rotorua, wo ich dann die nächsten Tage verbringen konnte. Aber zuerst zur Tour. Zuerst wurden wir zu den Glowworm Caves gefahren. Dort sollen ganz viele Glühwürmchen innerhalb einer Höhle eine Riesenkolonie aufgebaut haben und nun munter umherleuchten. Zuerst hatte ich ja Angst, wir würden keine sehen, aber diese Angst legte sich nach den ersten Minuten. Wir wurden erst in ein paar Regeln eingeführt, dazu gehört nun mal auch, keine Fotos zu machen. Somit ist dieser unfassbare Augenblick nur in meinem Kopf. Ich versuche ihn aber so gut wie möglich zu beschreiben:

Nachdem wir uns zuerst den Eingang angesehen haben und die Stalagmiten und Stalaktiten bewundert haben, wurden wir eine Treppe hinunter geführt, wo ein Boot auf unsere Gruppe wartete. Schon hier konnte man ein seltsames Leuchten vernehmen. Als wir dann ein wenig weiter in die Dunkelheit gerudert sind, war es einfach wunderschön! Millionen kleiner Lichter leuchteten an der Decke. Und wie ihr euch vorstellen könnt, durch das Wasser wurden sie alle nochmal reflektiert. Ich habe mich gefühlt, als würde ich im Weltall zwischen all den Sternen schweben, ich wünschte, ihr könntet das auch sehen! Nehmt euch das doch als Ziel vor, nur wegen dieser Höhlen lohnt es sich, den Flug auf sich zu nehmen und nach Neuseeland zu kommen. Das war eins der schönsten Dinge, die ich je in meinem Leben gesehen habe. Da freue ich mich doch auf das, was in meinem Leben noch kommt ;)

Nach diesem Erlebnis durften wir unser Lunch genießen, bis wir später am Agrodom ankamen. Da habe ich mich doch wie zu Hause gefühlt :) Der Agrodom ist eine Familienfarm, auf der Führungen gemacht werden, damit man sieht, wie zum Beispiel Hunde zum Eintreiben von Schafen erzogen werden und wie Schafe geschoren werden bzw. wie die Wolle weiterverarbeitet wird. Na, ist doch was für mich, oder? :) Es war auch wirklich sehr interessant, von Anfang bis Ende. So viele Schafe um mich herum, das habe ich natürlich genossen! Eigentlich ist so gesehen Neuseeland das bessere Land für mich, nicht wahr? :D

Na egal, auf jeden Fall verging die Zeit auf der Farm auch schon wieder viel zu schnell. Aber der nächste Stopp wartete schon, nicht minder aufregend: Te Puia, ein Maori Park.

Dieser Park ist in Rotorua gelegen. Zudem beherrschen heiße Quellen die Stadt und Te Puia (übersetzt eben heiße Quelle) ist um diese Quellen gebaut. Aber zuerst wurden wir Zeuge eines Maori Konzerts, in dem sie mit traditionellen Liedern und Instrumenten ihre Kultur verständlich erklärten.

 

Die Maori sind mir wirklich um einiges sympathischer, aber die Aborigines können ja nichts für ihre Distanz, das Leben hat sie ja nichts anderes gelehrt, also sollte ich ihnen nicht die Schuld geben.

Danach fing unsere Führung an, die uns natürlich zu den heißen Quellen und Mudpools führte. Der Geruch erinnerte mich an mein Aachen ;) Abgesehen von der Hitze natürlich. Wenn der Wind abends manchmal richtig bzw. falsch – wie man es sehen will – stand, dann konnte ich den Schwefel vom Hostel aus riechen, denn es war nicht so weit entfernt vom Park.

 

 

Dem Park gehört auch eine Aufzuchtstation für Kiwis, dem Nationalvogel und wir durften auch eintreten, aber sie haben nur geschlafen. Sind aber wirklich wunderliche Viecher! Können nicht fliegen, haben eher Fell als Federn und einen langen Riesenschnabel. Trotzdem sind sie sehr süß. Nicht so süß wie das Platypus, der Koala und das Echidna, aber immerhin ;)

Abends kam ich dann also zum Hostel und ich kann mich wieder nicht beschweren. Diesmal hatte ich sogar das Bad mit auf dem Zimmer, yaaay :)

Nicht viel Zeit zum Ausruhen, denn am nächsten Tag hatte ich ja einen abenteuerlichen Tag vor mir: Whitewater Rafting.

Und es war wirklich ein Mordsspaß. Die Wetsuits und Schuhe waren zwar noch nass, weil sie kurz zuvor gewaschen wurden und das war mir natürlich am Anfang ein wenig eklig, aber man wurde sowieso nass, also war es am Ende egal :) Am Fluss bekamen wir dann noch die Rettungsjacken und unseren Helm. Und dann ging es los. Natürlich habe ich keine Fotos von diesem Ausflug, das ging natürlich schlecht! Aber es war wirklich richtig genial. Keiner aus unserer Gruppe wurde vom Boot gespült, ein Mal war es nur fast soweit. Aber ich habe mich gut festgehalten :) Die Guides haben auch immer Späße getrieben und uns angefeuert. Wenn wir mal einige Minuten Ruhe hatten, konnten wir auch die Umgebung bestaunen. Nach zwei Stunden war alles leider schon wieder vorbei :( Rafting habe ich aber sicher nicht zum letzten Mal gemacht, ich bin eben doch ein Kind vom Wasser! Auch wenn mir die Wellen und Fälle nur so um die Ohren gespritzt sind, es hat einfach nur Spaß gemacht. Das Wetter hat sich zudem super gehalten und zwischendurch ist sogar die Sonne hervorgekommen, sodass ich einfach nichts zu meckern habe!

Zum Abend habe ich mich dann aber trotzdem noch mal auf den Weg zur Stadt gemacht, schließlich war das meine letzte Gelegenheit. Da es Donnerstagabend war, konnte ich noch Zeuge des Nightmarkets werden. Eigentlich war es nichts anderes als Fressbuden und ein wenig Kunststände, aber immerhin. Und was ich gegessen habe, war zwar recht gewöhnungsbedürftig, hat aber am Ende doch gut geschmeckt: Frittiertes Brot:

 

Mit Marmelade und Sirup durchaus empfehlenswert.

Wieder hieß es recht früh ins Bett gehen, denn schließlich wartete nun endlich Mittelerde auf mich.

Ich muss mich kurz fassen, ansonsten artet dieser Artikel noch aus: Auf einmal inmitten von Bilbos Beutelsend, der Festwiese und Sams Haus zu stehen ist einfach nur atemberaubend. Ein Teil davon zu sein umso unglaublicher. Man sieht es im Film und auf einmal ist es so nah und man steht mittendrin. So liebevoll und detailliert wird dieses Set instand gehalten, da lohnt sich jeder Dollar. Ich bin leider nicht befugt, euch irgendwelche Fotos von diesem Trip öffentlich zu zeigen, das tut mir natürlich am meisten Leid, aber so habt ihr etwas, worauf ihr euch freuen könnt, wenn ich wieder da bin! Ich hüte diese Fotos wie ein Schatz, dessen könnt ihr euch natürlich sicher sein. Auch, wenn ich gerne dageblieben wäre und in eins der Häuser gezogen wäre, irgendwann hieß es, wieder gehen zu müssen :( Auf der Rücktour wurde uns dann erneut gezeigt, wie ein Schaf geschoren wird. Innerhalb von zwei Tagen durfte ich also 2x Zeuge dessen werden. Aber das Niedlichste kommt ja erst noch: Danach durften wir Lämmchen füttern, das war natürlich wieder was für mich. Mein Lächeln habe ich glaub ich den ganzen Tag nicht mehr aus meinem Gesicht bekommen :) Da das Set eben auf einer Familienfarm gebaut wurde, werden diese Vorführungen eben auch noch zusätzlich zum Setbesuch gemacht. Mir soll es Recht sein.

Um den Rest des Tages zu beschreiben, fasse ich mich nur noch kurz: Obwohl ich pünktlich am Busstopp angekommen bin um meinen Bus nach Wellington zu bekommen, habe ich nicht gemerkt, dass uns nur ein kleines Shuttle zuerst zu einer Zwischenstation fahren sollte, um dann den großen Bus zu bekommen. Konsequenz daraus war natürlich: Bus verpasst…Nach längerer Zeit führte mich mein Weg dann zum Flughafen und erfolgreich habe ich meinen Weg nach Wellington doch noch gefunden…na ja, so was passiert nun mal, oder? ;) Viele Wege führen nach Rom.

Was soll es, das Wichtigste war für mich, dass ich endlich in Wellington war. Mein Hostel war wieder sehr angenehm, aber dadurch, dass ich natürlich recht spät erst dort war, blieb mir nichts anderes mehr, als ins Bett zu gehen. Schließlich lag mein zweiter Trip nach Mittelerde an!

Phil war ein super Guide, er selbst hat in den Herr der Ringe Filmen 6 Rollen übernommen, unter anderem war ein Ork, Uruk Hai, Soldat Gondors, Reiter Rohans etc.pp. Dementsprechend hatte er sehr viele Geschichten zu erzählen, was über die ganzen 8 Stunden gereicht hat :) In dieser Zeit besuchten wir die Gegenden, in denen folgende Szenen gedreht wurden:

Die erste Begegnung mit dem schwarzen Reiter (Querfeldein zu den Pilzen), Lothlorien, Bruchtal, Isengard sowie die Gärten Isengards, einer der Flüsse Anduins, die Stelle, an der Smeagol Deagol umgebracht hat und noch einige kleinere Stellen, die im Film nur für einige Sekunden zu sehen sind. Dieser Weg führte uns dann zum Weta Cave, wo wir noch je nach Laune das Museum betreten konnten oder Shopping betreiben durften ;) Zuletzt durften wir noch einen kleinen Blick in den Weta Workshop wagen und was wir sahen, wenn auch nur die Dächer, war das Set für das Flussvolk vom Hobbit. Mal sehen, wie ich das im Film dann wiedererkenne.

Hier nun eine kleine Auswahl dessen, was es in ein paar Monaten zu sehen gibt:

Querfeldein zu den Pilzen

Ich am Ortseingangsschild zu Bruchtal :D

Auf der Brücke von Lothlorien (natürlich für den Film noch etwas ausgeschmückt ;) )

Vorm Weta Cave

My Precious

Den restlichen Abend habe ich dann im Embassy Theatre verbracht. Dieses Kino gehört Peter Jackson und dort fanden die Neuseeland Premieren der 3 Filme statt, sowie die Weltpremiere des dritten Films. Und wirklich, ein wahrhaftig beeindruckendes Kino.

Den letzten Tag in Wellington konnte ich leider nicht sehr genießen, denn zum ersten Mal hat es geregnet. Jetzt war es nicht nur kalt, sondern auch nass :( Trotzdem habe ich meinen Weg ins Nationalmuseum von Neuseeland gefunden, und da konnte ich tatsächlich den ganzen Tag verbringen. Ich habe glaub ich viel zu viel in dieser kurzen Zeit darin gelernt. Aber das muss ja nichts Schlechtes sein.

Die restlichen Verkehrsmittel habe ich aber glücklicherweise erwischt, sodass ich ohne Verspätung nun in Western Australia hocke, genauer in Perth. Anfangs war ich etwas traurig, wieder zurück zu müssen, denn Neuseeland ist ein so wunderbares Land, aber ich habe mich schon jetzt in Perth verliebt und bereue nicht, dass ich wieder zurückkehren musste :)

Das waren meine Traumferien…Jetzt habe ich den Blog endlich vervollständigt, lobt mich dafür :) Ansonsten wie immer: Bis zum nächsten Eintrag!! Alles Gute.

Time to Dream

Das ist meine letzte Nachricht vor meinem nächsten Trip nach Mittelerde / Neuseeland.

Aber natürlich will ich euch wissen lassen, wie unglaublich letzte Nacht war.

Von 7 Uhr an stand ich in der nicht enden wollenden Schlange vor dem botanischen Garten. Ich hatte allerdings Glück und habe Freunde aus meinem Bundaberg Hostel getroffen und danach noch Bekannte aus Brisbane, sodass ich nicht am Ende der Schlange stehen musste :)

Da wir recht nah am Eingang standen, hatten wir am Ende auch eine wunderbare Sicht.

Ganz passabel, oder?

Wie wir uns am Ende die Zeit vertrieben haben, kann ich auch nicht mehr so genau sagen. Wir haben ein wenig geschlafen, Musik gehört, gelesen und natürlich rumgealbert. Das war übrigens meine Neujahrstruppe:

 Ab 9 Uhr haben wir dann unten von der Bühne Musik gehört und die Leute Party machen gesehen. Ein kleines Feuerwerk für die Kinder gab es dann auch. Um 11 nochmal, um die Wartezeit wieder zu verkürzen und dann war der Countdown da. Die letzten 90sek wurden runtergezählt und die letzten 10sek sowie die erste Minute des neuen Jahres habe ich auf Film.

Ich muss zugeben, nicht so viele Fotos geschossen zu haben, weil ich das einfach auch mal selbst erleben wollte und nicht nur durch die Linse. Aber einige sind natürlich trotzdem gelungen und geben einen kleinen Einblick :) Selbst der Nach Hause Weg war nicht von Chaos geprägt, aber Sydney kennt dieses Prozedere ja nun mal schon. Der Tag ging unter dem Motto: New Year’s Eve 2011 – Time to Dream zu Ende. Passt ja zu uns Backpackern ganz genau, oder? Silvester in Sydney….mehr geht nicht, oder? Das frühe Aufstehen hat sich einfach gelohnt, man muss es einfach erlebt haben!

Zuletzt bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich euch allen ein wundervolles 2012 wünsche und dass eure Wünsche alle in Erfüllung gehen :) Und natürlich auch für alle, denen ich aus irgendeinem Grund keine SMS schreiben konnte, ich habe trotzdem an euch gedacht!!

Ein erfolgreiches 2012, alles Gute!

Eure

Anne

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